Projekt · in Abklärung mit der Gemeinde

Zen Stecken

In Zermatt fehlt ein Naherholungsgebiet am Wasser. Wir schlagen vor, eines zu schaffen — etwas abseits vom Dorfalltag und trotzdem mit dem ÖV erreichbar.

Ein Ort am Wasser, den es noch nicht gibt

In unserer Gemeinde fehlt ein Naherholungsgebiet, das mit dem Element Wasser verbunden ist. Ein solcher Ort würde die Lebensqualität spürbar erhöhen und neue Möglichkeiten für Freizeit, Begegnung und Entspannung schaffen.

Zen Stecken erschien uns als der passende Umsetzungsort: etwas abseits vom hektischen Dorfalltag und trotzdem gut mit dem ÖV erreichbar. Wir wünschen uns einen Platz, an dem man sich draussen trifft, die Natur geniesst oder am Wasser zur Ruhe kommt.

Ein kleiner See mit Kneipp-Becken kann zu einem Anziehungspunkt werden, der das Dorf für alle Generationen bereichert. Wir regen an, die Umsetzung zu prüfen, und bringen uns als Verein gerne in den Planungsprozess ein.

Illustration des geplanten Naherholungsgebiets mit See, Weg und Matterhorn im Hintergrund
Wie es aussehen könnte: Wasser, Wege und Grün zwischen Dorf und Piste.
Vereinsanlass vom 31. Oktober 2025

Erarbeitet im Workshop

Die Ideen auf dieser Seite stammen nicht vom Reissbrett. Mitglieder von iischi NextGen haben sie an einem Abend gemeinsam über dem Zonenplan entwickelt, sortiert und gewichtet.

Vereinsmitglieder arbeiten am ZonenplanZonenplan mit beschrifteten Notizzetteln
Workshop vom 31.10.2025: Nutzungsideen direkt auf dem Zonenplan.

Was die Mitglieder sich wünschen

Die Nennungen aus dem Workshop, geordnet nach Häufigkeit. Die Nutzungen sollen ergänzen, was beim Projekt Obere Matten entsteht, und es nicht doppeln.

Sport

  • Schlittelpiste
  • Nachtskifahren
  • Bikepark, Skatepark, Pumptrack
  • Yoga und Padel
  • Schlechtwetterprogramm

Erholung

  • Öffentlicher Naherholungsraum
  • Permakultur ohne Unterhalt
  • Bächlein durch den Park zum Chillen, Gätscho und Spielen
  • Verschiedene Becken, Biotop, Eisbaden
  • Ein Platz auch für ältere Menschen

Kultur

  • Begegnungsort, wo Jung und Alt zusammenkommen
  • Multifunktionale Winternutzung im Dorf
  • Raum für Kunstschaffende
  • Überdeckte Eventlocation

Naherholungsgebiet und Eventschauplatz

Drei Bereiche, die ineinander übergehen statt nebeneinander zu liegen.

Konzeptionelle Schnittzeichnung mit Grünflächen, See und Skibereich
Konzeptionelle Projektidee: vom Dorf über den See bis zum Schlittelbereich.

Event- und Grünflächen

  • Multifunktionale Grünflächen, die auf Events reagieren können
  • Plaza für Wettkämpfe: Startnummernauslosung, Rangverkündigung, Lichtshow mit dem Horu im Hintergrund
  • Ski- und Demoshows von Skischulen und Skiclub, mit Verpflegung und Musik

Ski und Schlitteln

  • Ärmetjiepiste bis nach unten verlängern, für einfacheren Zugang
  • Schlittelpiste für Kinder und Schlechtwetterangebot ausbauen
  • Vermischung von Hintergründen, Alter und Absichten

Naherholung

  • Ein kleiner See aus der Umleitung der Vispa, mit wilder Vegetation
  • Rückzugsorte durch Zonierung mittels Bepflanzung
  • Öffentliche Kurse wie Yoga oder Slackline
  • Ein Ort, an dem man über Mittag ein Buch lesen kann. Konsum steht nicht im Vordergrund.

Was es braucht, und was darüber hinaus denkbar wäre

Nicht alles muss von Anfang an da sein. Aber einiges muss, sonst trägt der Ort nicht.

Das Gerüst
  • Wasser. Ohne den See und die Abzweigbäche ist es ein Park wie jeder andere.
  • Öffentlich und ohne Konsumzwang zugänglich.
  • Landschaftsplanung von Beginn weg, mit einheimischer Bepflanzung.
  • Erreichbar mit dem ÖV und hindernisfrei, inklusive Anbindung ans Altersheim.
  • Sitzen, Schatten und Schutz. Bänke und multifunktionale Sitzgelegenheiten.
  • Geklärte Naturgefahren, bevor gebaut wird.
  • Eine Winterfunktion, sonst steht die Fläche ein halbes Jahr leer.
Das Darüber hinaus
  • Kneipp-Becken und Eisbaden.
  • Outdoormuseum zu einheimischer Flora und Fauna, mit Bienen, Schmetterlingen und Kräutern.
  • Tavolata am See, wie sie Grächen seit 2024 macht.
  • Night-Race als Dorffest statt als Sportanlass.
  • Weihnachtsmarkt über den ganzen Dezember, freitags bis sonntags.
  • Freestylepark für Schlechtwettertage, der einen neuen Sport ins Dorf bringt.
  • Pilates am Vormittag für ältere Menschen, Pflanzenkurse punktuell.
Lange gedeckte Tafel am See in Grächen
Tavolata am See in Grächen, 2024. Ein möglicher Anlass auch bei uns.

Naturgefahren

Der Standort liegt in einem Gebiet mit bekannten Gefahren. Die folgenden Überlegungen sind Gedankengänge des Vereins und fachlich noch nicht geprüft.

Sommer: Hochwasser Seitengewässer, Gefahrenstufe mittel

  • Terrain aus dem Gefahrenbereich anheben, gestützt auf eine hydrologische Studie
  • Koordination mit der Tuftrastrasse auf der anderen Vispaseite
  • Neues Gutachten einholen

Winter: Lawinengefahr, Gefahrenstufe erheblich

  • Nutzungsverbot an Gefahrentagen
  • Lawinenverbauungen Mittle und Hohbalm
  • Neues Lawinengutachten
  • Aufnahme in die Gefahrenalarmkarte, Koordination mit dem Sicherheitsstab
  • Hangintegrierte Bauweise prüfen
Situationsplan mit dem orange markierten Perimeter am Ufer der VispaGefahrenzonenkarte mit Lawinen-, Steinschlag- und Hochwasserzonen

Wie es weitergeht

Vom Sammeln der Grundlagen bis zum Baustart der ersten Massnahmen.

01

Vorbereitung

Januar bis März 2026

  • Bestehende Grundlagen sammeln und auswerten
  • Interviews mit relevanten Stakeholdern
  • Strategische Leitfragen definieren

02

Konzept und Strategie

April bis Juni 2026

  • Erste Strategieoptionen erarbeiten und Handlungsfelder priorisieren
  • Workshops in der Strategiegruppe, vertreten durch iischi NextGen
  • Bevorzugtes Vorgehen ausarbeiten

03

Partizipation

Juli bis September 2026

  • Zwischenstand der Gemeinde präsentieren
  • Rahmenbedingungen gemeinsam klären
  • Präsentation an die Bevölkerung, Feedbacks einarbeiten

04

Finalisierung

Oktober bis Dezember 2026

  • Finales Strategiepapier
  • Entscheidungs- und Genehmigungsprozess
  • Operative Umsetzung vorbereiten

05

Umsetzung Phase I

Ab Frühling 2027

  • Baustart der priorisierten Massnahmen
  • Regelmässige Standortbestimmung
  • Erste Evaluation im Sommer 2027
Blick durch eine Öffnung in einer Steinmauer auf das Matterhorn

Bring dich ein

Das Projekt steht am Anfang. Wer mitdenken, mitplanen oder einfach eine Idee loswerden will, meldet sich bei uns.